In Moldawien und in Transnistrien

Unter dem Zeichen der Neuen Reformation.

1. Von Ribnitsa fahren wir ca. 3 Stunden entlang des Flussufers in Transnistrien zurück nach Moldawien und kommen um 15 Uhr nach Soroca. Diese Stadt liegt im Nord-Osten  Moldawiens am Fluss Nistru, der vom äußersten Norden bis zum Süden die willkürliche Grenze zwischen den beiden Ländern ist.

Mo 2

Unterwegs im Bus haben wir eine göttliche Begegnung. Ein Frau nimmt hinter uns Platz mit ihren ca. 10-jährigen Zwillingen. Im Gespräch mit ihr erfahren wir, dass sie die Frau eines orthodoxen Priesters ist und ihre beiden Söhne Valerius (= 1. orthodoxer Märtyrer) und Konstantin (= 1. christlicher Kaiser in Rom) heißen. Ich merke, wie der Geist Gottes mich drängt zu weissagen: „Die Zwillinge symbolisieren die weltliche und die religiöse Macht ab dem 4. Jhdt., die zusammen als „Christen“ etwa 1000 Jahre lang viel Leid und Unheil über die wahren Nachfolger Jesu gebracht haben und das noch heute tun. Jesus möchte diese Autoritäten erneuern, reformieren, dass sie zu wahren Dienern des Evangeliums werden. Gott möchte dass sie als ein Zeichen für die Kirche und den Staat ihre Söhne in der Furcht des Herrn als wahre Diener erzieht.“ Die Prophetie ist zu Ende, der Bus hält an und es steigen zwei weitere Zwillinge als Bestätigung ein. Sie sind etwa im selben Alter – bald erreichen wir Soroca.

Die Stadt wurde im 15 Jahrhundert von Stefan cel Mare, dem Gründer Moldawiens 1499 zur großen Festung ausgebaut. Die Burg war über die Jahrhunderte von großer strategischer Bedeutung zur Grenzsicherung und Verteidigung, besonders gegen die Tataren und die Osmanen. Stefan vereinte, wie kein anderer die staatliche und die kirchliche Macht in einer Person. Im ganzen Land gibt es große Denkmäler, die ihm mit dem Schwert und dem Kreuz darstellen. Er gründete mehr als 12 Klosteranlagen, immer nach seinen Siegen.

Vor der Burg treffen wir spontan Valara, einen Freund von Emil – wir waren nicht angemeldet. Er ist Pastor in der hiesigen Pfingstgemeinde und nimmt uns zuerst mit zu einem Aussichtspunkt über der Stadt. Nach dem Abstieg trinke ich aus dem Brunnen Wasser. Der Ort heißt „Lehrerquelle“ – interessant, ich bin gespannt, was kommt.

Im Schnelltempo macht er uns noch mit den Leitern der kleinen Baptistengemeinde bekannt –  und eilt zu seiner Gemeinde, denn um 18 Uhr ist Bibelstunde. Ich bin nicht überrascht, als er mich bittet zu lehren – hab ich doch aus der Lehrerquelle getrunken. Ich lehre darüber, dass der Heilige Geist nicht nur Gaben gibt, sondern auch in die Heiligung führt. An dem Abend tun viele Leute aus der Gemeinde (die Hälfte Zigeuner) Buße. Wir gehen danach zu Valeras Familie nach Hause zum Essen, es gibt Mamaliga (Maiskuchen) mit Ei und Gemüse und wir beten für die kranke Ehefrau um Heilung (Lukas 10, 5-9). Ein wenig erschöpft sinken wir später im Hotel in den Schlaf. Ein ereignisreicher Tag.

Am nächsten Tag besichtigen wir noch die Festung und machen uns dann auf den Nachhauseweg nach Chisinau.

 

~ von risced - 19/05/2017.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: