Im Süden von Leipzig

Ein langer Tag ab 10 Uhr morgens im Süden. Wir wurden von einem Bekannten, der als christlicher Unternehmer arbeitet zum Mittagessen abgeholt. Auf dem Weg nach Markkleeberg, wo er wohnt, wollten wir nur kurz am Völkerschlachtdenkmal vorbeisschauen. Wir konnten uns nicht zurückhalten und besichtigten das Monstrum europäischer Zeitgeschichte.

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Zwei Stunden, mit Etappen- Aufstieg und Gespräch über die Geschichte, die damit verbunden ist (nachzulesen in Wikipedia). Karl lebt schon lange in Leipzig und kennt sich bestens aus. Dann zum Mittagessen an den Markkleeberger See – mit Spaziergang.

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Dann weiter  in Richtung Wohnung und Arbeitsplatz unseres Gastgebers. Unsere Gespräche laufen Non- stop,  unter anderem mit dem Schwerpunkt Hausgemeinde und Unternehmertum, wie passt das zusammen. Unterwegs sehen wir eine Ruine aus alten Zeiten, die uns den Zustand der institutionalisierten Kirche/ Gemeinde von heute schmerzlich symbolisiert:

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Wir sind uns einig, es gibt nur eine Antwort: Hausgemeinde – und zwar in „flexibel- variablem“ Erscheinungsbild, auf die Sozio-kulturerelle Umgebung angeglichen. – Weiter gehts zu Hause, mit Gesprächen über persönliche Führung und Entwicklung.  Am Ende haben wir alle drei das Empfinden, dass dies ein echtes und inspierierendes Hausgemeindetreffen war, nach der Devise  „Wo zwei, oder drei in meinem Namen versammelt sind …“

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Um 20 Uhr machen Rita und ich uns auf den Weg in die „Spinnerei“, dem Kreativen- Zentrum der Stadt. Wir stellen fest, dass es schon zu spät ist, um Gallerien, Ausstellungen oder Veranstaltungen zu besuchen. Doch während wir das ehemalige Fabrikgelände besichtigen gehen wir am Kunsthandwerkerhaus „Blickfänger“ vorbei, da  beobachtet uns aus der zweiten Etage des Nebenhauses  ein Mann, der am Fenster steht.  Spontan „fange ich seinen Blick ein“, er steht am offenen Fenster.

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Er ist Türke, er wohnt hier und arbeitet nebenan als Töpfer. Fast eine Stunde reden wir miteinander – ich unten mit dem Kopf nach oben schauend, er oben, auf mich herunter schauend. Ich bekomme dabei fast eine Genickstarre – so habe ich noch nie evangelisiert. Aus Rücksicht habe ich das Foto nur vom leeren Fenster gemacht, als der gerade auf der Toilette war.

 

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Noch nicht genug,  wir fahren zur „Karli“ (Karl- Liebknecht- Str.), die nicht weit von hier weg ist und treffen dort zwei junge Punkermädchen und später ein Drogenpärchen, denen wir von Jesus erzählen –  sie hören interessiert zu – wir sind überrascht über die Offenheit der Leute. Ein weißes Feld zur Ernte – wie damals bei Paulus in Korinth im Hafenviertel.

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~ von risced - 22/06/2014.

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