Rumänien, Ukraine und Moldawien – einmal die Runde

Es war ein Warten, Bangen, Hoffen und Beten – die große Tour in diesem Jahr, in drei Länder. Zuerst die gesundheitlichen Beschwerden, die  bis zuletzt nicht gehen wollten und dann der angedrohte Streik der Fluglotsen für den Tag unseres Abfluges:

„Fluglotsenstreik in letzter Minute abgewendet

Nach einem dramatischen Verhandlungsmarathon vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) in der Nacht zum Dienstag die Schlichtung angerufen und vereitelte damit den Ausstand wenige Stunden vor seinem geplanten Beginn.“

Obwohl Gott mir immer wieder gesagt hatte, alles wird nach Plan laufen, hatte ich doch einen unruhigen Tag/ Nacht. Am nächsten Morgen war alles wie weggeblasen – planmäßig konnten wir gegen 8 Uhr abfliegen.

Jemand von unserem Quartier holte uns am Flughafen ab, sodaß wir schon um 16 Uhr in Vatra Dornei waren, das liegt in der Süd- Bukowina (Nord-Rumänien) nicht weit weg von der Ukraine.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten gings ab zu einer kurzen Stadtbesichtiung und dann erste Konaktaufnahme. Bei der Gemeinde war niemand zu erreichen, aber S. K. der Vorsitzende des Bukowina Forum war zu Hause und hatte uns schon erwartet.

Thema unserer  Unterhaltung waren die Deutschen Vorfahren in der B. (meine Eltern gehören dazu) wir  hätten gerne was zu essen gehabt, mussten uns aber mit selbstgebrannten 50 prozentigen Pflaumenschnaps begnügen. Unser Gespräch wurde sehr lebhaft. Abendesssen dann eben im Bukowinarestaurant – mmh  typisch rumänisch. Jetzt sind wir in unserem Zimmer und beschäftigen das Internet.

Heute gehen wir zum Rathaus, um dort die Geburtsregister einzusehen – meine Vorfahren haben hier gelebt. Dann im Ort kleine Besichtigung – ein Kurort mit Bäder und Parkanlage.

Jetzt haben wir den ganzen Ort durchlaufen – zwei Flüsse fliessen durch Vatra Dornei: Die goldene Bistritz, sie kommt vom Nordwesten und die Dorna, sie kommt vom Westen – am östlichen Stadtende fliessen sie zuammen. Danach waren wir zu Gast bei einer Evanglisation im Zelt.

Morgen in aller Frühe wollen wir weiter, Richtung Suceava.  – Am nächsten Nachmittag 5 Uhr sind wir gut angekommen. Zwei Mal Busfahren – ca 220 km, dann in der Ukraine, Chernivtsi.

Gutes Frühstück in der Gastfamilie, dann Ausflug und um 17 Uhr Seminar über einfache Gemeinde. Wir besuchten nocheinmal die Prachtstrasse von Chernowitz, die Olga Kobilanskaja Street und dann noch ein paar anderes Plätze.

Zum Seminar kamen die engsten Leute der Ekklesia Oikos im, Haus unserer Gastgeber. Ich sprach über die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde bis zur Verfestigung zur institutionellen Kirche.

Ein wunderbarer sonniger Tag heute. Von 10 Uhr bis bis 16 Uhr hatten wir den Teil 2 und 3 des Seminars Einfache Gemeinde. Ich staune immer, wie wissbegierig die Gläugbigen sind, mit denen ich hier im Osten zusammentreffen. Am Schluss wurden noch viele Fragen gestellt. Dann waren wir  bei einer Familie zum Essen eingeladen, alle kamen zusammen.

Ein super Essen- hier ein Bild von meiner Lieblingsspeise, wenn ich im Osten bin: Haluschki (Krautwickel mit ganz anderem Inahlt als in Dtl. – Reis, Pilze, Hackfleisch, Auberginen, Zuccini, Zwiebel) – Danach lud uns der Gastgeber noch ein die 150 Jahre alte Uni zu besichtigen.

Am nächsten So. Morgen Abfahrt nach Moldawien, zuerst nach Orhei, wo das Camp mit Marius, Emil und den anderen Leuten aus dem Hauskirchennetztwerk stattfindet. Wir haben eine super Zeit mit etwa 30 Erwachsenen und etlichen Kindern dort, etwa 80 km von Chisinau entfernt.

An drei Vormittagen habe ich über Jüngerschaft und Motivationsgaben gelehrt, an den Nachmittagen und Abenden haben wir allerhand unternommen.



Hier sind wir im Gespräch mit einem rumänisch orthodoxen Mönch, der in einem Höhlenkloster am Dniestr lebt. Er war früher Baptist und Adventist, dann  verließ seine Familie. Er wollte uns vom Klosterleben überzeugen.

Das Camp ist jetzt zu Ende und wir sind in Chisinau seit 8.30 – hier gibt es überall freies Internet. Erstmal frühstücken und dann ein wenig die Stadt besichtigen, bevor wir bei Marius zu Mittag essen.

Zunächst treffen wir uns bei Wasili in seinem Haus, um dort noch über Ekklesia Oikos zu reden und zu beten. Unsere letzte Station, unser letztes Quartier ist dann bei Wladimir und seiner Frau Ludmilla, sie hat extra für uns ein gutes Essen gemacht, natürlich mit Mamaliga (Polenta) – sie sind auf auch auf dem Weg einfacher Gemeinden ist. Marius und ein Teil seiner Familie begleiten uns.  Es entwickelt sich ein gutes Gespräch über den unterschied von religiös- christlicher Tradition und echter Nachfolge Christi, bei einem super Abschiedsessen. Morgen um 7 Uhr gehst heimwärts.

Ein lange Reise wartet auf uns – zuerst mit dem Bus nach Iasi in Rumänen (6 Std), dann weiter am nachmittag mit dem Bus nach Tirgu Mures (7 Std) und dann zum Flughafen, wo wir von 23  bis 6 Uhr morgens warten müssen, bis der Abflug ist – ganz schön stressig. — Endlich zu Hause und ein wenig geschlafen.

~ von risced - 09/08/2011.

7 Antworten to “Rumänien, Ukraine und Moldawien – einmal die Runde”

  1. Soso, dann war Eure Unterhaltung ja sehr „geisterfüllt“… 😉
    Hauptsache es gibt keine Kopfschmerzen…
    …weiterhin Gottes reichen Segen für Eure Reise und mehr geisterfüllte Momente, auch ohne Selbstgebrannten…;-)

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  2. Die Kopfschmnerzen hatte ich schon vorher, sie wurden nicht schlimmer, es war kein Fusel, sondern ein sehr reiner Schnaps – hat mir Siegfried versichert. 😉
    Danke für den guten Wunsch. Jetzt sitzen wir hier beim Frühstück – das Wetter lässt zu wünschen übrig

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  3. Hallo Richard,
    Wie geht es Dir aktuell mit den Kopf- und sonstigen Schmerzen?
    lg, guido

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  4. Allein wenn ich das Essen sehe, hätte ich schon Lust Dich mal zu begleiten, sieht echt lecker aus!!!
    Ich wünsche Euch weiterhin Gottes Segen und Leitung auf Eurer Reise.
    Auch einen lieben Gruß an Marek.
    Gott segne Euch!

    Gruß

    Daniel

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  5. Hab´s fast vergessen, mein Auto fährt wieder, juchuuuuuuuuuuu!!!!!!
    Got ist soooooooooooo gut, allezeit!!!

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  6. Hallo Ihr Lieben,
    hatte jetzt 4 Tage kein INternet, wir waren im Camp in der „Prärie“ – war sehr gut. Ja, das Essen ist super und mir geht es soweit besser. Hatte zwischendurch die selben Beschwerden wie zu Hause, seit gestern ist es wesentlich besser, der Durchbruch kommt, es war richtig zu reisen. Jetzt schreibe ich noch einen Beitrag für die letzten Tage.

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