Franken und Sachsen, Ende Juli 2010

Mitfahrgelegenheit nach Bamberg Fr. 12 Uhr, eine junge Dame vom Niederrhein. Per SMS zeige ich mein Interesse an der Mitfahrt, zurück kommt die Antwort, dass sie wegen des zu erwartenden Staus lieber über die A7 fahren will. Sollte sich bis Fr. 11 Uhr kein Interessent, der von Köln mitkommen will, melden, bleibt es dabei.  Es meldet sich keiner mehr und ich werde an der Ausfahrt Mülheim Styrum abgeholt, etwa 3 km von meiner Wohnung entfernt – Preis dem Herrn, danke Jesus.

5 Stunden Zeit, über alles Mögliche zu reden. Nach ausführlichem Kennenlernen im Gespräch vergeht die Zeit wie im Fluge. Eine Stunde vor Ankunft in Bamberg krieg ich die Kurve zum persönlichen Glaubenszeugnis. Es stellt sich heraus, dass sich die 30- jährige Fahrerin als 14- Jährige vor ihrer Konfirmation hat taufen lassen und ein aktives Glaubensleben hatte. Ein Jahr Später wendete sie der evangelischen Gruppe und damit auch Gott den Rücken zu, weil sie sich durch gesetzliche Vorschriften unter Druck gesetzt fühlte – mal wieder typisch, denke ich mir. Trotzdem betete sie immer noch in bestimmten Situationen. Meine Glaubensermutigung kommt gerade richtig, sie kann es mit offenem Herzen aufnehmen, es könnte ein Neuanfang sein.   

Tatsächlich erreiche ich gegen sechs Uhr Bamberg, wie ich es auch vor hatte. Ich werde von A. abgeholt, der mich in seine Familie mitnimmt. Wir essen und trinken und sprechen über die Hausgemeinde, über die Ehebeziehung und neue Herausforderungen. Um 21.30 bin ich dann wieder bei meiner Mutter, wo ich mein Quartier habe. Wir trinken ein Glas Wein und ich erzähle ihr über meine letzte Reise nach Moldawien und in die Ukraine. Sie meint ich bin ein Vagabund.

Jetzt komme ich gerade von einem Gespräch mit einem Ehepaar. Sie haben  viele Fragen autentisches Christsein, Problem mit Gemeinde und Jüngerschaft. Ich kann viele Fragen beantworten und helfen, dann bringt mich der Mann zum Internetcafe, wo ich gerade sitze und schreibe.

Gleich holt mich Manuela am Spezial, das ist ein Gasthaus, gegenüber vom Gasthaus Fässla, ab (siehe Bild) und dann fahren wir zusammen zu meinem Bruder in seinen Garten.

Überraschung, mein Bruder und seine Frau sind mit ihren Renovierungsarbeiten noch nicht fertig, macht nichts, ist zwar Chaos, wir unterhalten uns gut, auch über Glaubensdinge und zwischendurch arbeiten wir zusammen – mal was anderes, wie es nicht geplant war.

Morgen um 8.30 Uhr gehts mit Manuela und ihrem Auto auf die Autobahn Richtung Ölsnitz in Thüringen, dort hat uns eine Hausgemeinde eingeladen, um Impulse über einfache Gemeinde weiterzugeben

Wir kommen um 10 Uhr an, wir finden das gelbe Backsteinhaus, die Tür ist offen, wir werden schon von dem Hausvater empfangen, etwa 10 Erwachsene und 10 Kleinkinder sind in einem größeren Raum einer Wohnung versammelt und loben und preisen Gott.

Nach dem gemeinsamen Singen von geistlichen Liedern gibt es einen Bericht von einer jungen Missionarin aus der Gruppe, die in Vietnam tätig ist und jetzt gerade im Heimaturlaub ihre geistliche Familie hier besucht.

Danach bin ich dran und es entwickelt sich eine Unterhaltung, mit Vorstellung meines Dienstes beginnend über grundsätzliche Dinge betreffs Hausgemeinde: „gibt es grundlegende Werte, die für alle Hausgemeinden da sind“ und „sind Strukturen notwendig“, bis hin zur „DNA einfacher Gemeinden“.

Außerdem teile ich noch einen geistlichen Impuls mit – „die Gemeinde als Familie, Sippe und Stamm“ und lege diesen entsprechend aus.

Beim gemeinsamen Mittagessen am großen Tisch lernen wir uns noch näher kennen. Nach der Mittagsruhe machen wir einen schönen Spaziergang in der Umgebung und unterhalten uns angeregt über das Thema „Gemeinde im Netzwerk und die Dienste“.

Ab 18 Uhr nehmen wir an einem überkonfessionellen Gebets- und Lobpreisgottesdienst – wirklich gut. Kein ein üblicher Gottesdienst, sondern wirklich eine Netzwerkveranstaltung. Christen aus 13 verschiedenen Gemeinden beten und preisen Gott. Ein Anliegen im Gebet, dass wir mutiger und entschiedener werden als Zeugen Jesu Christi einer verlorenen Welt das Evangelium zu bringen, ein weiteres Anliegen ist Israel.

Am nächsten Mittag gehts wieder zurück nach Bamberg, wo ich abends um 19.30 meine Mitfahrgelegenheit in Hallstadt erwischen muss.

~ von risced - 31/07/2010.

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