Chernowiz und Petrouz in der Bukowina

Mittwoch morgen gings los, in Richtung Ukraine im Norden, mit einem Kleinbus. Erste Station ist Noeveseriza, direkt an der Grenze. Dort treffen wir (vermittelt durch die Leiterin von Ora) drei leibliche Geschwister, die uns Herberge geben / und natuerlich gutes rumaenisches Essen, von der Frau des Hauses extra für mich zubereitet.

Blick auf unser Schlafzimmer, von Aussen. Der juengere Bruder hat einen guten Freund und Partner, der bei der Zeitung Bukowina / Bessarabien Kurier Chef ist, er arrangiert eine Interview mit mir, in dem ich erklaere, was ich in der Bukowina will, naemlich die Geburtsstaette meiner Eltern suchen, die bis zum 14 lebj. hier gelebt haben. Artikel und Bild soll in der naechsten Ausgabe erscheinen. Sie sind jetzt kommunisitsche Kapitalisten, oder kapitalistische Kommunisten.

Am selben Morgen ging es noch  Chernovitsi, 30 km entfernt, die Hauptstadt der Region mit ca 300000 Einwohner. Von Kischinov in Moldawien begleitet  mich Emil, ein rumaenischer Missionar aus Kischinov, er kann Ukrainisch – Russisch sprechen und hat eine Bekannte in der Stadt, das ist unsere erste Anlaufstation.

Ich muss schon sagen, eine wunderschoene Stadt, habe viele Fotos gemacht. Um 12.30 treffen wir Dima an der Universitaet, ich habe ihn im Internet auf cross.tv kennengelernt, jetzt begegnen wir uns zum ersten Mal, er gehoert zu einer Gruppe von 12 jungen Christen, die sich ausserhalb der institutionellen Gemeinden treffen und ueberlegen, wie es weitergehen soll.

In den historischen Raeumen des Unvierstaetscafes untehalten wir uns ueber einfache Gemeindestrukturen und wie man diese heute umsetzen kann. Er will viel darueber wissen und informiert seinen Glaubensgeschwister aus der Gemeinschaft, die mich dann mit Fragen loechern. Wir laufen durch die Stadt und unterhalten uns angeregt.

Abends gibts noch eine laengere Diskusion mit dem Schwiegersohn unserer Gastgeberin ueber einfache Gemeinde, er ist sehr offen dafuer und fragt uns, wie er das machen kann. Er ist orthodox und will weder in diese, noch in die Baptistengemeinde gehen zu der seine Frau und die Mutter gehoert. Am naechsten Tag gehts nach Petroutz, das ist etwa 30 km suedlich von Chernoutz, wo meine Eltern geboren wurden und in ihrer Kindheit bis 14 Jh. lebten.

Wir fahren zuerst mit dem Bus, steigen um und sind dann etwa 7 km von Petrouz entfernt. Dieser Mann hier, links ist bereit uns zu fahren – er telefoniert gerade, um jemanden zu informieren, dass er nicht kommen kann, weil er uns diesen Gefallen tun will – ein Geschenk von Gott, wir spueren, dass Engel dabei sind – er ist sogar bereit, auf uns laenger als eine Std. zu warten waehrend wir uns umschauen.

Wir finden die Strasse, wo meine Eltern lebten, die Fabrik, von der sie erzaehlten, die kath. Kirche und den Fluss Sereth, wo sie als Kinder badeten jetzt ist er wegen des starken Regens in den Tagen bevor wir die Stadt erreichten, ein reissendes Gewaesser.

Ich bin zufrieden, jetzt koennen wir wieder zurueck nach Moldavien fahren, am Busbahnhof wartet einer der jungen Maenner von der beginnenden einfachen Gemeinde in Chernivtsi auf uns, wir besprechen letzte Dinge / es sieht so aus, dass sie mich zu einer Konferenz einladen wollen. Wir verlassen die Stadt, jetzt faengt der Regen wieder an

~ von risced - 25/06/2010.

4 Antworten to “Chernowiz und Petrouz in der Bukowina”

  1. Mein Papa kommt auch aus Petrouz. Ich kümmere mich auch um eine Dame 88 Jahre, die hebürtig von dort ist. Sie wohnten im unteren Dorf nach ihrer Aussage. Im oberen Dorf wäre die Schule und die Kirche gewesen. Mich würde ja interessieren, ob es das Haus meines Vaters oder dessen Eltern noch gibt. Meine Oma war eine geborene Materna.

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    • Ist das kostenfrei? Sonst lasse ich das… LB. GRUSS MARIANNE HÄRTER

      Von meinem Samsung Galaxy Smartphone gesendet.

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  2. Wie war denn der Name ihrer Eltern.. vielleicht kennt Agnes Schreiner diese ja noch sie ist 1930 geboren..

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    • Hallo Frau Haerter,
      ich freue mich, dass sie geantwortet haben, ich dachte schon, dass es niemand mehr gäbe, der Verbindungen nach Petroutz hat.
      Mit mir zu schreiben oder um Auskunft zu bitten, kostet natürlich nichts. Ich mache das doch privat, als Hobby. Ich bin aber nicht viel weitergekommen. Ich habe für dieses Jahr eine weitere Tour in die Bukowina geplant, meist bin ich in der Südbukowina, da haben meine Großeltern gelebt, die Eltern in der Nordbukowina in Petroutz. Ich hatte überlegt dort zum zweiten Mal hinzufahren, da könnte ich mir mehr Zeit nehmen und auch mal wegen ihrer Anliegen nachfragen.
      Meine Eltern hießen Schutty und der Mädchenname meiner Mutter war Kosinski, sie lebt leider nicht mehr, sie wurde 1925 geboren. Die Schwester meines Vaters hat einen Hoffmann geheiratet, vielleicht war es ein Verwandter von Ihnen.
      Sind sie in facebook? (a gibt es eine Bukowinaseite) odeer in WhatsApp, da kann man sich einfacher unterhalten.

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