Rumänien die Zweite

24.07. Dortmund Flughafen

Das fängt ja gut an, jetzt da sind wir gerade mal 50 km zum Flughafen nach Dortmind gefahren und hängen jetzt hier fest, der Flieger hat 6 Stunden Verspätung -au Backe. Wenn wir in Cluj Napoca ankommen hoffe ich, dass wir nicht lange auf die Bahn warten müssen, die uns dann nach Gheorgenie bringe kann. Klar Aaron und ich werden beten, dass alles gut klappr- wer weiß welchen Sinn das Ganze hat. Immerhin konnte und kann ich heute morgen noch schön was arbeiten, da ich meinen Laptop dabei habe und hier ins Internet kann.

25.07. Von Cluj nach Gheorgheni

wir haben es geschafft, sind zuerst gut in Cluj angekommen, nach 7 Stunden Wartezeit in Dortmund und zweieinhaltb Stunden Flug haben wir dann um 18 Uhr einfach einen Bus genommen und sind zum Bahnhof gefahren, um die weitere Verbindung ausfindig zu machen.

Wir hatten uns schon auf 1.30 Uhr nachts eigestellt, das stand so in einer alten Infomail. Dort am Schalter erfuhren wir, erfreulicherweise, dass es um 19.57 Uhr einen Bummelzug gibt, mit einmal umsteigen (5 min Zeit), der dann um 1 Uhr in Gheorgeni ankommt. Da haben wir uns natürlich gefreut, aber zu früh – wir verpassten den Anschlusszug um etwa drei Minuten und mussten dann noch viereinhalb Stunden an einem kleinen Bahnhof auf den nächstmöglichen Zug warten, der erst um 3 Uhr nachts fuhr. Wieder Pech könnte man sagen, aber doch der Plan Gottes. Denn, im ersten Zug hatten wir von Anfang an ein sehr gutes Gespräch mit einem etwa Dreissigjährigen, der bei einer österreichischen Firma in Cluj arbeitet und ein wenig über die neuen „kapitalistischen Methoden“ verbittert war.

Am Ende konzentrierte er sich auf die Aussage, es gäbe nur zwei größte Mächte: Die Liebe und der Hass. Wörtlich meinte er, Liebe, weil Gott so sehr die Welt geliebt hat, dass er seinen eigenen Sohn gab. Die Liebe für seine Familie wäre aber sein größter Antrieb. Wir konnten ihn mit Erfolg darauf hinweisen, dass Gott aber den ersten Platz in unserem leben einnehmen muss, wenn es richtig laufen soll, Abraham bestand diese Probe. Er war sehr offen dafür und stellte daraufhin viele Fragen über den Glauben, dann musste er schnell aussteigen, wir haben unsere Adressen getauscht, er möchte mit uns in Kontakt bleiben.
Die die anschließende viereinhalbstündige Wartezeit auf dem kleinen Bahnhof war auch von Gott vorbereitet – wie sich nach 1-2 Stunden herausstellte, war da eine gläubige Mutter mit ihrer Tochter, die in Oradea an einer Bibelschule ist. Sie wohnen in einem kleinen Ort in der Nähe von Bacau und waren sehr angetan, uns zu treffen und sahen es als eine Führung von Gott, dass sie den Zug verpassten. Ich erzählte den Beiden viel von unserer Arbeit hier und über die Motivationsgaben und konnte sie auch auf ein Glaubensleben ohne Religiösität hinweisen, das war wichtig. Sie war begeistert und wollte, dass wir sie unbedingt bald besuchen kommen, um in ihrem Ort eine Gemeinde zu gründen.

                                                                                                  

Ein junger Mann war noch dabei, der uns übersetzte, er war auch sehr offen für das Evangelium und es hatte nicht viel gefehlt und er hätte Jesus mit uns im Gebet in sein Leben eingeladen. Er kommt aus Mircurea Cuc in der Nähe von Gheorgenie, wo auch Kontakte bestehen. Ich habe mir vorgenommen, auch ihn mal zu besuchen.
Also man sieht, die Verspätungen und Wartezeiten haben sich voll gelohnt, es war in Gottes weiser Voraussicht und Planung. Mal sehen, was noch kommt.

26.07. In Gheorgenie

Heute morgen 5.30 angekommen, dann erst mal von 6 -11 gechlafen, am Nachmittag waren wir bei dem Jugendcamp, haben Aaron hingebracht und die Kinder unser Gastgeber besucht. Es hat die ganze Zeit geregnet, nicht so einladend. Doch ich habe ein langes und sehr gutes Gespräch mit Aaron gehabt.

Den total verregneten Samstag hier bei der Familie haben wir als einen willkommen Sabbath erlebt. Aaron hat sich von seiner Erkältung auskuriert und ich habe die Ruhe und die Abwesenheit von Aktion angenommen und dann sogar genossen, was nach den Strapazen der Reise (25 Std. incl. Wartezeiten) sehr gut war.  Ein Besuch in Tivadors und Blancas Laden:

 

27.07. Im Gottesdeinst / Tagesseminar

Mit frischer Kraft und starker Vision heute in der Gemeinde, von 10 bis 16.30 Uhr. Es ging um die Klärung von  1) Vision   2) Werte   3) Plan   –   für die Situation der Einzelnen und auch für die ganze Gemeinde.

 

Die Werte: 1) Gemeinschaft  2) Jüngerschaft  3) Apostolische Leidenschaft – danach hatten wir eine gute Unterhaltung und Gebet für Einzelne.

28.- 29.07. Weitere Überraschungen 

Leider können wir unseren Plan, den wir für Mo bis Mi hatten, nicht ausführen. Wir wollten, zuerst zu den Moldauklöstern in die Südbukowina fahren und dann in die Ukraine in die Nordbukowina reisen, wo ich die Hauptstadt Tschernowitz und zwei kleine Orte besuchen wollte, wo meine Eltern als Kinder lebten. Wieder eine „Fügung höherer Gewalt“. Seit Tagen regnet es in Strömen, sodaß die Ufer des Pruth und anderer Nebenflüsse total überwschwemmt sind und Strassen, Häuser,  Bahngleise und Brücken weggerissen haben. Es ist genau die Gegend, durch die wir fahren wollten. Unser Gastgeber hatte aber schon vor unserer Ankunft einen Plan B. Er wurde von einem Bruder, der zwei Hausgemeinden in St. Gheorge leitet, angefragt, ob ich ihn besuchen komme.

Eine andere böse Überraschung war, dass ein Bruder, der uns am Fr besuchte, am Sa ins Krankenhaus mußte. Es brach ein schweres Feuer in seiner Firma aus, wo er arbeitete.  12 Leute mußten mit zum Teil lebensgefährlichen Verbrennungen nach Bukarest in eine Spezialklinik, er war der einzige, mit leichten Verbrennungen. Es hat mich ein wenig schockiert, weil ich zur gleichen Zeit mit Fürbitte beschäftigt habe, wo es um die Abwendung von Unglücken geht.

ORA Rode, Jüngerschaft und Gemeinde

Bei Ora, einer Hilfsorganisation gaben wir gestern eine Spende für ein Patenkind ab und planten dort für nächstes Jahr einen Einsatz. Am Abend bei einem Leiterehepaar – es ging um die Notwendigkeit von Gebet für die Stadt, eine starke Depression ist da und Korruption. Anderes Thema war Jüngerschaft: Ein Polizei-Arbeitkollege hat sich bekehrt, zusammen sprechen sie während ihre Streifengänge viel über Jesus, der Mann hat viele Fragen. Die aktiven Leute der Gemeinde sind in wichtigen Bereichen – Polizei, Geschäftswelt, Bank, Schule, Design, Politik – dort gehören die Werte hinein. Das Reiches Gottes ist wie ein Sauerteig, der alles durchdringt. 

 

                                                                                       

Einmal St. Gheorghe und zurück                                                                                                     

Ich bin überzeugt, es war nicht nur ein Ersatz, sondern der eigentliche Plan Gottes, dass wir jetzt nicht in den Norden, sondern in Süden zu Beni und den zwei Hausgemeinden in St. Gheorghe fahren. Mit einem Bummelzug ging es gestern um 14 Uhr ab, dreieinhalb Stunden durch eine sehr schöne Gegend im Szeklerland. Die Szekler sind eine ungarische Minderheit am Rande der Karpaten in Siebenbürgen. Mein Dienst bewegt sich zur Zeit nur unter ihnen.

Ein langer, intensiver Abend mit vielen großen und kleinen Kindern die lernen wollen zum Thema: „Gott hat einen guten Plan für unser Leben, er hat uns als Gemeinschaft zusammengeführt, damit wir einander lieben, heranwachsen und einer verlorenen Welt den Weg zu Jesus weisen“. Die zwei Hausgemeinden treffen sich seperat jeden Sonntag und außerdem jeden Freitag zusammen als Netzwerk, die Kinder sind immer dabei. Eine Hausgemeinde hat sechzehn Kinder. In der anderen Hausgemeinde sind ältere Leute und, auch eine gläubige pensioniere Kinderärztin jüdischer Abstammung.

 

 30.07. In MIercurea Ciuc

Tatsächlich hat sich doch gestern abend per e-mail der rumänische Pastor gemeldet von der gläubigen Frau und dem Mädchen, die wir letzte Woche von Do auf Fr während der langen Wartezeit im Bahnhof getroffen haben. Er wollte mich kennenlernen – haben wir heute umgesetzt und uns in der Mitte, in Miercuea Ciuc getroffen (60 km). Ein sehr netter Mann, der interessiert ist, mich einzuladen. Wir haben es im Gebet dem Herrn übergeben und sind beide offen für seine Führung. Wenn Gott will, nächstes Jahr im Juni mit dem Jüngerschaftsteam

 

 

31.07 Gebet für die Stadt

Um 6 Uhr morgens kamen wir mit den Leitern der kleinen Gemeinde in der Stadtmitte von Gheorgheni in einem Auto zusammen zum Gebet für die Stadt. Da war ein klares Reden Gottes in den Tagen vorher, den Platz der Autorität für die Stradt einzunehmen. Das Wahrzeichen der Stadt ist Nikolaus-

Vor zehn Jahren wurde im Zentrum eine Nikolaussatue aufgestellt, die in der Rechten eine Bibel hält und in der Linken einen Hirtenstab. Wir hatten das Empfinden das angebotene Mandat, das Wort zu verkündigen und die geistliche Autorität für die Stadt einzunehmen, da niemand anders das tut. Stattdessen hat die Kath. Kirche einen Nikolausgötzen als Nothelfer, den sie einmal im Jahr in einer Prozession herumtragen. Und die Reformierten und die Baptisten verkünden ein falsches, ein soziales Evangelium, indem Sie an Arme nur Geschenke verteilen, aber nicht das Evangelium.

31.07- 3.08. Zweimal Camp in den Karpaten

Einige sind schon dabei das Camp in Liban vorzubereiten, Zelte aufzubauen und Lagerstellen vorzubereiten. Ab morgen geht es dann los für die nächsten 3 Tage, da hab ich dann kein Internet. — So schnell ging die zeit vorbei, wir sind wieder zurück und es war eine intensive Zeit hier in der wunderschönen Karpatenlandschaft.

Nach Zeltaufbau und Einrichten der Kochstellen etc. war ich schon am Freitagnachmittag dran, das dritte Modul der SfR zu machen: Gemeinschaft, Gemeinde, Reich Gottes. Gleichzeitig war ich auch in einem andern Camp in der Nähe eingeladen – lange Geschichte, warum das nicht zusammenlief. Es bedeutete für mich, am nächsten Tag eine Stunde, dieselbe Thematik im großen Camp mit 60 leuten, dann am nachmittag wieder  kleinen Camp den zweiten Teil, und am Sonntag von 10.30 bis 12 Uhr den letzten Teil und im anderen Camp von 12 Uhr bis 13.30 Uhr.

Krankenhausbesuch und Abschied 

Heute um 2 haben wir noch Atila im Krankenhaus besucht, er hat das Feuer in seiner Firma gut überstanden im Gegensatz zu ca 20 anderen, denen es wesentlich schlechter geht. Wir haben noch das Gute ausgetauscht, das Gott für uns hat und gemeinsam gebetet. Wir dachten daran, das Gott in der Bibel zweimal Gericht gesprochen hat, weil die Welt so verdorben war, einmal durch die Flut und ein andermal durch das Feuer in Sodom und Gomorrah. Es ist notwendig fürbittend für die Stadt einzutreten.

Nun heißt es Abschied nehmen, unser Zug fährt um 21.48 und wir gehen davon aus, dass es keine Verspätung gibt. Es war eine sehr gute und ereignisreiche Zeit hier.

Warn jetzt nochmal kurz einkaufen schmieren jetzt noch ein paar Brote für die Fahrt und dann gehts ab, erstmal mit der Bahn 5 Std, bis 3 Uhr und dann ab 6 Uhr mit dem Flieger – um 10 Uhr morgens bin ich dann wieder zuahause, bis dann, bis die Tage – ich freu mich schon auf  die nächste Action. – Bless you Ric.

~ von risced - 24/07/2008.

2 Antworten to “Rumänien die Zweite”

  1. Das ist Gottes Führung!!Auch wenn wir uns manchmal ärgern und uns sorgen über verspätungen oder anderen unangenehmen Dingen. Aber der Herr hat einen anderen Plan und für den Weg Jesus haben wir uns entschieden und mit deiner Freude im Herzen gehen wir ihn.Er hat den Überblick, und uns dienen alle Dinge zum besten. Danke Herr das du den besseren Weg für uns hast,den er dient dir zur Ehre.

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  2. Ja, manchmal dauert es, bis wir das checken. Man muss sich da fast einen anderen Lebensstil angewöhnen. Wenn die ersten Jünger unterwegs waren, dann haben sie sich ganz auf den Plan Gottes eingelassen und gingen von einer Überraschung in die andere. Auf der einen Seite müssen wir von uns aus initiativ sein, auf der anderen Seite die Führung des Heiligen Gestes erkennen. Im ersten Zug hatte sich Aaron den Platz ausgesucht und ich wollte eigentlich wo andere hin, ich gab aber seinem Druck nach und das war in dem Fall das Richtige, denn wir saßen dann direkt neben einem Mann der sehr offen war.

    ric

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