Rumänien 2017, von Urmenis nach Timisoara

•14/08/2017 • Schreibe einen Kommentar

Zweieinhalb Stunden später kommen wir an der Pensiunea Oana in Urmenis an. Mitten in der „Pampa“, außerhalb des Ortes.  Bei 38 Grad versuchen wir uns für gute 1,5 Std. zu entspannen.

Dann machen wir uns zu Fuß auf den Weg in den ca. 2 km entfernten Hauport, um gläubige Zwillinge im Rollstuhl zu besuchen, die uns letztes Jahr eingeladen hatten. Wir sprechen mit ihnen, beten für sie und ich habe einige prophetische Wort zur Auferbauung und Berufung. Vater und Großmutter sind dabei.

Morgens um 7 Uhr am nächsten Tag fahren wir weiter nach Timisoara, über Cluj Napoca. Ich unterhalte mich mit Emil über das 1000- jährige Reich und merke, dass ein junger Mann neben uns aufmerksam zuhört.  Er versteht unser Englisch und ich beziehe ihn in das Gespräch ein. Es stellt sich heraus, dass er Ungar ist, er sucht nach Gott und liest in der Bibel. Ausführlich erklären wir ihm das Evangelium – er tut Buße und nimmt Jesus als seinen Herrn an. Die Unterhaltung geht weiter und es ist dran für ihn auch um die Erfüllung im Heiligen Geist zu beten. Kurz danach muss er aussteigen. Halleluja, so ein wunderbares Geschehen – wir wussten gar nicht recht, wie uns geschah.

Auf dem Weg von Cluj nach Timisoara steigt ein junger Rumäne zu und setzt sich neben mich – es ist sehr eng und wir sind total verschwitzt. Ich bitte ihn für mich das Hostel in Timisoara anzurufen. Im folgenden Gespräch merke ich, dass er sehr entmutigt ist. Er suchte sein Glück, 2 Jahre in Deutschland, 2 Jahre in Italien und ein halbes Jahr in Frankreich. Nun ist er wieder zu Hause, sehr unglücklich und wird von sein Eltern und seinen Geschwistern, die alle Zeugen Jehovas sind, bearbeitet. Er ist offen, als ich ihm die Freiheit der Kinder Gottes und die frohe Botschaft von Jesus erzähle. Schnell vermittle ich ihn über facebook mit Mihai, den Evangelisten in Farcasa und wir befreunden uns in Facebook – sehr schön.
Auch der Taxifahrer, der uns am nächsten Morgen in Timisoara zum Flughafen bringt ist von Gott vorbereitet. Er betet und sucht Gott, wir können ihm das Evangelium erklären, bevor wir aussteigen.

 

Rumänien 2017, in Bistritza

•10/08/2017 • Schreibe einen Kommentar

Das letzte Stück der Reise war am intensivsten und anstrengendsten. In Bistritza angekommen gehen wir zu Fuß 2 km zum Hotel. Schön, dass ein Pool dabei ist, wir erfrischen uns, aber sonst ist es hier eher dürftig (Industriegebiet). Danach gehen wir in die Stadt Bistritza.

Es gibt viel zu sehen. Große Apfelmonumente, symbolisieren das Obstanbaugebiet der Umgebung. Pflaumen, Äpfel, Wein und andere Obstsorten. Bistrita ist auch das Tor zu Transilvanien (= über den Bergen). Ungarn, Rumänen, Deutsche, und Roma lebten hier Jahrhunderte friedlich zusammen. Der Blick in die Altstadt lässt die mittelalterliche Geschichte erkennen.

Die Siebenbürger Sachsen kamen im 12. Jhdt. aus verschiedenen Regionen Deutschlands und siedelten hier. Im 15. Jahrhundert entstand ihre große evangelische Kirche auf den Fundamenten einer kath. Basilika. Der untere Innenraum ist sehr restaurationsbedürftig – die rumänische Regierung unterstützt mehr die orthodoxe Kirche.
Es gibt auch ein altes Bad aus dem 18. Jhdt., das von EU- Geldern zum „Stadtpalast“ restauriert wurde.
Wir kommen an der alten Burganlage vorbei und gehen in Richtung des kleinen Flusses Bistritz. An der Mitte der Brücke bittet Rita zwei rum. Mädchen, uns zu fotografieren. Eine davon kann sehr gut Deutsch und ist gläubig, aber abgestoßen von ihrer traditionellen Gemeinde. Wir empfehlen ihr Hausgemeinde, tauschen unsere Adressen aus und wollen in Kontakt bleiben.

Am nächsten Vormittag folgen wir wieder Ritas Impuls, und gehen zum „HausderSilber- undGoldschmiede“. Ein netter Herr, vor dem Haus bittet uns hinein und beginnt zu erzählen: Ab dem 14 Jhdt. lebten hier Kunsthandwerker, die Silber und Gold aus den Karpaten verarbeiteten. Er geht mit uns begeistert durch 1500 Jahre Geschichte. Ich unterbreche und rede über die Geschichte der fehlenden 500 Jahre. Rasch kommen wir auf frühes Christentum und Glaube. Er bekennt seine Suche nach Gott und sein Warten auf ein Zeichen. Wir überzeugen ihn, dass wir das Zeichen sind, führen ihn zu Jesus und beten, dass er mit dem Heiligen Geist erfüllt wird. Wow, halleluja. Um 15 Uhr fährt unser Bus weiter nach Urmenis – wir beeilen uns.

Rumänien 2017, Vatra Dornei

•06/08/2017 • Schreibe einen Kommentar

 

Freitag Nachmittag in V. D. bei strahlendem Wetter, was wird uns erwarten? Bis jetzt ist alles offen.

 

Emil steuert die Adventisten Gemeinde an, da ist ein Treffen. Und dann, geschieht es, der Gemeindeleiter lädt mich zum Predigen für den nächsten Tag ein. Morgens spreche ich über Elia, und nachmittags über die Motivationsgaben – Halleluja. Dann lädt er uns zum Abendessen ein, es gibt Sarmale (Rum. Krautwickel) und Sorbas, eine spezielle Suppe.

 

Im Kurpark ist heute Filmfestival, wir schauen uns ein paar Filme an. Und kommen auf dem Nachhauseweg spät an der Baptistengemeinde an. Dort treffen wir einen Verantwortlichen aus dieser Gemeinde, es entsteht eine Diskussion. Wir hatten eigentlich auf eine Einladung gewartet und er will sich rechtfertigen, warum sie nicht kam. Am nächsten Tag melden wir uns in der Pfingstgemeinde schonmal für nächstes Jahr an. Dort, in der Gebetszeit bekomme ich eine starke Offenbarung über die drei Gemeinden und die Christen der Stadt. Morgen reisen wir ab, heute geniessen wir noch das Ambiente unserer Pensionea.

 

 

 

Rumänien 2017, in Farcasa Neamts

•06/08/2017 • Schreibe einen Kommentar

Angekommen in der Pensiunea Orizont in Farcasa genießen wir gleich die frische Bergluft, obwohl es immer noch so heiß ist. Wir treffen Mihai, den Evangelisten, der hier lebt, Hans und Steve, die aus Sigisoara angereist sind und Emil, der von Moldawien kommt. Am nächsten Morgen fährt Hans uns ins Camp – er hat einen 7-Sitzer – die letzten Meter müssen wir laufen, weil es zu unwegsam für das Auto ist.

Oben angekommen setzen wir uns zusammen und machen ein Eph.4,11 Treffen – es geht um die verschiedene Herausforderungen im Dienst im Reich Gottes, um Vernetzung und sinnvolle Zusammenarbeit. Danach machen wir einen Spaziergang.

Am späten Nachmittag rüsten wir uns zur Taufe – ein älter Mann, ein junger Mann und ein 10- ähriges Mädchen. Sie kommen aus verschiedenen Orten im Bistritztal und sind alle durch den Dienst von Mihai zum Glauben gekommen. Auch viele Roma- Kinder und Jugendliche aus Michais Evangelistionsarbeit sind dabei. Zuerst gibt es eine Taufpredigt, die ich auf Bitte von Michai mache. Dann gehen wir den Weg – am Ufer des kleinen Flusses entlang, bis zu einem Becken, das durch Aufstauen vorbereitet wurde und Michai tauft die drei.

Am nächsten Morgen sind wir bei Michai zum Frühstück eingeladen – am Mittag heißt es Abschied zu nehmen, denn es geht weiter nach Vatra Dornei, entlang der Bistritz, eine schöne Fahrt. Es war eine gute Zeit in Farcasa.

bty

Rumänien 2017, Teil 1

•06/08/2017 • Schreibe einen Kommentar

Diesmal anders, als die Jahre davor. Zum ersten Mal fliegen wir über Timisoaora (Temeschburg) im Banat. In zwei Stunden kommt unser Bus nach Oradea, dort holt uns Marius und Anna am Bahnhof ab.

Hans, der in Sigisoara (Schäßburg) lebt, ruft uns an, dass er schon in Farcasa (rumänisches Moldawien), an unserem eigentlichen Zielort angekommen ist – leider einen Tag zu früh. Er nutzt die Gelegenheit und vermittelt uns mit Sami, einem Geschäftsmann, der in Oradea wohnt. Zusammen mit Marius besuchen wir ihn – er kann uns nur eine Riesenmelone anbieten – wir sprechen über seine Vision und seine kleine Hausgemeinde. Er ladet uns für nächstes Jahr ein. Dann fahren in die Wohnung von Marius Sohn, wo unser Nachtquartier ist und es nochmal was zu Essen gibt.

Am nächsten Morgen um 9 Uhr geht es weiter nach Farcasa – 411 km – bei 35 Grad Aussentemperatur, ohne Klimaanlage.  Wir brauchen dafür 11 Stunden weil wir jede Menge Stops machen, Vater, Mutter,  dieses Geschäft, jenes Geschäft und zuletzt Verwandte von Marius 60 km hinter Oradea. Ziemlich erledigt kommen wir an unserem schönen Ziel an.

 

 

Und nochmal nach Transnistrien

•23/05/2017 • Schreibe einen Kommentar

Unter dem Zeichen der Neuen Reformation
3. Und wieder nach Transnistrien

Am Montag machen wir uns wieder auf den Weg nach Transnistrien, in die Hauptstadt Tiraspol, diesmal südlich- östlich von Chisinau. Ich habe doch noch eine 10-Tage- Aufenthaltserlaubnis, die ich noch abgeben muss, damit unser Gastgeber aus Ribnista, der Deutschlehrer Peter, keine Schwierigkeiten bekommt. Im Bus unterhalten wir uns mit einem russischen Afghanistan- Veteran.

Wir erkunden Tiraspol und entdecken viel Interessantes. Eine schöne Hauptstadt mit nur 130000 Einwohner, etwa ein Viertel der Gesamtbevölkerung des autonomen Landes. Das Haus des Volkes, die Uni, die Oper und das Reiterdenkmal zur Erinnerung an den Sieg gegen die Türken im 17. Jahrhundert und den Präsidentenpalast mit Lenin davor.

Im einzigen Touristenbüro des Landes – ein Pilotprojekt – werden wir hervorragend beraten. Mit einer der Damen entwickelt sich am Ende ein interessantes Glaubensgespräch, jetzt beraten wir sie, wie sie am besten die Bibel lesen kann und mit Jesus voran gehen kann. Danach gönnen wir uns einen Kaffee in einem Vorzeigecafè.

Wir beschließen zum Abend ein russisch- orthodoxes Kloster auf dem Land aufzusuchen, wir haben gehört, dass dort ein Gästehaus ist. In der Abenddämmerung kommen wir an und finden 3 Mönche, die auf dem Gelände noch was aufräumen. Sie zeigen uns, wo das Gästehaus im Klosterareal ist und laden uns zum Abendessen ein – sehr gastfreundlich. Nach dem Essen lädt er uns zum Wein in den klostereigenen Weinkeller ein – uiuiui. Der junge Novizen fragt mich, wie ich zum Glauben an Jesus Christus kam und hört meinen Ausführungen aufmerksam zu.

Am nächsten Morgen gibt’s noch ein Frühstück und gute Unterhaltung mit den Mönchen. Wir sprechen über Heilsgewissheit und über ein Wiedersehen, spätestens im himmlischen Jerusalem. Wir besichtigen noch das Gelände, wo Gemüse und Wein angebaut wird und beten für zwei kranke Bettler um Heilung.

Dann fahren wir nach Chisinau zurück und an der Grenze gebe ich meine Aufenthaltsschein ab. Leider müssen wir aussteigen, Emil wird verhört, denn er hat sein Tagesvisum um drei Stunden überzogen. Es bleibt bei einer ernsten Verwarnung, da er vorher im Land noch nicht negativ aufgefallen war 🙂 Am nächsten Tag geht es für mich wieder zurück über Rumänien nach Deutschland.

 

 

 

 

 

Wieder in Chisinau – volles Programm

•21/05/2017 • Schreibe einen Kommentar

Unter dem Zeichen der Neuen Reformation

2. Wieder in Chisinau – volles Programm

Freitagabend erreichen wir Chisinau wieder und ruhen uns ersmal aus. Samstagmorgen geht es schon weiter, mit einem Seminar „Neue Reformation“. Es kommen etliche Leute, meist Leiter und Pastoren aus verschiedenen Gemeinden. Wieder möchte Gott, dass ich zu dieser Zielgruppe spreche. Es geht um die Weltreiche, den Plan Gottes mit ihnen in der Geschichte, bis heute und um die Reformation, wo wir den Triumph des Reiches Gottes am Ende sehen werden.

Am darauffolgenden Sonntag geht es hoch her. Zuerst predige ich um 11 Uhr in einer befreundeten kleinen Gemeinde vom Emil über Reformation. Als ich vor zwei Jahren das letzte mal da war hatte ich schon im Sinn, dass ich darüber sprechen muss. Dann treffen wir uns um 13 Uhr an Emils Platz in der Strada Ismaeli – ein paar Leute kommen zusammen, wir feiern das Abendmahl und ich spreche über Transformation der Gläubigen, was zur Reformation unbedingt dazu gehört.

Weiter geht’s, nach Durlesti, dem Vorort Chisinaus, dort wartet die Hausgemeinde von Marius und Anna und das dortige Hausgemeindenetzwerk auf mich. Wir beten vorher und ich habe eine klare Offenbarung über den Zustand Chisinaus und dass Gott auf das Gebet der Gläubigen wartet, um zu handeln. Ich predige über unseren Leib und Seele, der ein Tempel des Heiligen Geistes sein soll.

Das Essen danach mundet jedem, trotzdem müssen wir schnell machen, weil es auf dem Platz Stefan cel Mare bei dem Park in der Stadtmitte von Chisinau, Gebet und Lobpreis gibt mit vielen Jugendlichen aus verschiedenen Gemeinden der Stadt. Man bittet mich, ein paar Worte zu sagen – natürlich spreche ich über Reformation und kündige unsere Konferenz darüber im Oktober in der Stadt an, in der Hoffnung, dass viele Jugendliche kommen. Danach lädt mich ein junger Mann in seine Wohnung ein, zu ein paar Jugendlichen noch persönlich zu reden.

Was ich nicht wusste, sie treffen sich seit 2 Monaten zur verbindlichen Gemeinschaft und der Gastgeber will mehr, als nur Gemeinschaft – er möchte die Gruppe zur Hausgemeinde im Rahmen der neuen Reformation führen – offen Türen, halleluja.